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Archiv für 10. Januar 2008

QR-Code für diesen Artikel Endlich mal eine etwas andere “Partei” - die Piratenpartei

“Wikipedia” steht für das freie Wissen, das auf der Gemeinschaft basiert.
“Web 2.0″ steht für die freie Meinungsäußerung, der freien Diskussion und die Kreativität jedes Individums.
Warum also sollte es nicht auch eine “Politik 2.0″ geben?

Eine Politik in der der Einzelne, jeweils in seinem Gebiet mit seinen Stärken und Ideen dafür sorgen kann, dass es allen besser geht? Eine Politik wo es klare Meinungen gibt, klare Fakten, wo die Politik wirklich vom Volk selbst bestimmt wird und nicht stattdessen selbstzweckorientierten Politiker, die wenn es um (ihr) Geld geht, nicht mal ihrer eigenen Partei treu sind?

Die Piraten sind los…

Unglaublich! Selten hat mich eine Idee so fasziniert wie die der “neuen” (seit letztem Jahr gegründeten) Partei “Die Piratenpartei”. Um es vorher klar zu sagen: Ich verzichte aus gutem Grund meist darauf mich beführwortend zu einer Partei zu äußern, denn nicht in allen Themen bin ich (und werde ich wohl auch nicht) der Meinung dieser Partei sein, jedoch ist dies das erste Mal, dass ich das Konzept einer Partei und ihrer Ziele für so gut erachte, dass ich es hier für erwähnenswert halte. Sie steht für offene Diskussion der Bürger über politische Themen und nutzt die volle Bandbreite des neuen sogenannten “Web 2.0″, neuer Technologie, Wissen und Kommunikation, um möglichst gute, soziale und gerechte Ergebnisse und einen Konsens der Vernunft für alle zu erreichen.

Es ist nicht wie bei normalen Parteien, wo man das Programm einfach hinnehmen muss, oder veraltete Parteiprogramme und konservative Werte oder die Finanzierung durch die Wirtschaft den Weg für Neues versperren: Viel mehr, man wird aufgefordert sich zu beteiligen und mitzudiskutieren - ohne unnötige Barrieren zur Außenwelt zu schaffen. Was diskutiert wird, kann jeder lesen. Man muss nicht Not gegen Elend wählen, weil die großen Parteien nur noch populistische Wählerfangpakete mit viel Werbung und Augenwischerei schnüren - sondern kann über einzelne Punkte mitentscheiden.

Die Piraten: Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, sprechen aus, was auch mir schon seit Wochen auf den Lippen liegt - sich nur fast keiner traut auszusprechen oder sich gegen den großen Stillstand und die scheinbare Allmacht der im Moment herrschenden Parteien aufzulehnen.

Sicherlich ist die Partei noch zu “jung” um ihr ein gutes Programm oder eine gute Politik zuzuschreiben, jedoch sind die Ansätze gut - und schon längst überfällig in der aktuellen Politik. Egal wie das Experiment dieser Partei im “Aufbau” ausgeht - es bringt zumindest frischen Wind in ein verstaubtes und überbürokratisiertes Politiksystem. Ich bin begeistert!

Abgesehen von dem normalen Parteiprogramm, dass noch im Entstehungsprozess ist (jedoch auf demokratische und soziale Werte setzt), gibt es einige Punkte, auf die sich die Partei spezialisiert, weil sie leider von der “großen” Politik ignoriert, zu Werbezwecken missbraucht oder durch Förderung der Partei durch die Wirtschaft sofort ignoriert werden:

  • Überwachung
  • Patente
  • Transparenz
  • Urheberrecht
  • Infrastrukturmonopole
  • Open Access

Soviel zur “neuen” Partei - genug gelobt und Werbung gemacht - erst einmal sehen wie sich das Projekt weiterentwickelt. Das Potenzial ist groß, viele Parteien der Farben sollten auch Flagge zeigen und sich etwas abschauen von den neuen Ideen, jetzt kommt es natürlich auf die Umsetzung an.

Hier zumindest der Link zur Partei : www.piratenpartei.de


Das mag ich : 3DS MAX, FIREFOX, MICROSOFT, C’T, TRANCE, DIE ÄRZTE, O2, UT 2004, PHP, LINUX, PHOTOSHOP CS, GOOGLE, SUBWAY, BARCADI, COKE, N24, SPELLFORCE, HTML, ADOBE, ICQ
Die Piratenpartei

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