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QR-Code für diesen Artikel Gemüse mal ganz ungesund: Fotos über google - Abzocke garantiert…

Gerade bin ich auf einen Link im Internet aufmerksam geworden - der Sendung “Plus - Minus” im “Ersten”:

Unglaublich aber wahr: Deutsche Richter beurteilen Urheberrechtsverletzungen nicht danach, wie sie zustande gekommen sind, sondern einzig und allein nach der Tatsache, dass ein fremdes Bild genutzt wurde : Wie im folgenden Fall zu sehen http://www.daserste.de/mediathek_blank/play.asp?cid=1683 werden Ahnungslose Forums- und Sitebetreiber von einem Abzocker über Tricks dazu gebracht die Fotos der Seite für eigene Werke oder mit auf ihre Internetseite zu nehmen - in der Ahnnahme die Fotos seien kostenlos und im Anschluss werden Mahnungen in völlig unakzeptabler Höhe verschickt und Leute damit in den finanziellen Ruin getrieben.

marions-kochbuch.de (ich verlinke sie mit Absicht nicht) ist die Seite die im Bericht erwähnt wird - jedem Webdesigner wird sofort klar, dass diese Seite nur darauf ausgerichtet ist, möglichst die Bilder im Google-Bilder-Ranking an erster Stelle anzubieten.

auf dieses Bild besteht kein Copyright

Da ich persönlich mir nicht auch noch eine Klage für Urheberrecht einfangen möchte - auch wenn es auf den Ersten Blick so aussieht: DIESES Bild ist nicht von marions-kochbuch.de - sondern mein eigenes Werk: ein selbst erstellter Umriss einer Paprika mit dem Inhalt von Wikipedia… also nicht das hier wer auf falsche Gedanken kommt… :P

Ich finde es traurig, dass es immer wieder Menschen gibt, die so unbeschreiblich skrupellos sind, alles nur denkliche auszunutzen - im Ernstfall auch die Dumm- oder Ahnungslosikeit in Bezug auf Technik und Urheberrechte ihrer Mitbürger - um an Geld zu kommen. In diesem Falle kann und darf nur eins folgen: Wir brauchen einen besseren Schutz gegen solch eine Abzocke - und vor allem Richter die vorher einmal nachdenken, bevor sie urteilen. Entscheidungen gegen die Seitenbetreiber, die in vielen Fällen noch nicht einmal wussten, dass geschütztes Material auf ihre Seite gelangt ist - sind meiner Meinung nach nicht nur moralisch unverantwortbar - sondern auch für jeden mit einem normalen Rechtsverständnis total unverständlich - die Verfahren sollten viel mehr mit einer Verurteilung der Abzocker enden.

Leider ist unsere Regierung - die sich stattdessen mit Totalüberwachung beschäftigt - und unser veraltetetes Rechtssystem in Folge nicht im Stande solche Probleme wahrzunehmen. Ihnen fehlt - was überdeutlich ist - der komplette Bezug zu neuen Medien und deren Beurteilung. Auch hier kann ich nur wieder hoffen, dass bald die Richter durch öffentlichen Druck oder Sammelklagen gegen Abzocker zur Vernunft kommen und die herrschenden Parteien durch Parteien wie die “Piraten-Partei” dazu gezwungen werden sich mit solchen Themen nicht nur laienhaft auseinanderzusetzen.

Andernfalls kann ich nur hoffen, dass Google bald auf die Hilferufe ihrer Kunden reagiert und die Seite aus ihrem Index nimmt - merkwürdigerweise hat der Betreiber von marions-kochbuch.de nichts dagegen, dass Google sie auf ihrer Seite verlinkt - jedoch Google nicht verklagt. Jedem Betreiber von Internetseiten kann ich nur wünschen, dass er einen großen Bogen um solche Abzocker macht - schade eigentlich, dass man mal wieder dagegen nichts unternehmen kann…

—- Ergänzung —-

Nachdem ich nun noch die weiteren Berichte der Gegenseite gelesen habe - wird mir vor allem eins klar: Ich bin nicht der Meinung, dass man Inhalte (Bilder, Texte etc.) nicht schützen können muss - im Gegenteil: ein gewisses Urheberrecht ist natürlich enorm wichtig, um denjenigen zu schützen, der etwas geschaffen hat. Jedoch ist in einem Fall der Verletzung immer zu betrachten, wie es zu einem solchen gekommen ist. Insofern kann ich die Anwälte des Betreibers nicht verstehen, die auch noch auf ihrem Blog behaupten ein Streitwert für ein einzelnes Bild sei über 6000 Euro sei gerechtfertigt.

Diese sehr fragwürdige Einstellung führt mich zu folgendem Gedankenspiel:

Ich erstelle einfach mal ein paar Bilder mit meiner Kamera (dabei entfällt ja die Klausel der schöpferischen Höhe) und lade diese einfach in ein paar Foren und Internetseiten hoch, die nicht alle Daten über mich sammeln und ich somit anonym bleibe - als nächstes rufe ich einfach bei der seltsamen Anwaltskanzlei an und lasse Abmahnungen an die Betreiber der Seiten verschicken. 6000 Euro pro Stück. Sehr gute Einnahmequelle - schließlich reicht mir das bisschen Geld für die Werbung auf meiner Seite nicht.

Entgegen jedes Rechtsverständnis würde ich wohl Recht vor Gericht bekommen - weil meine Absicht mir nicht nachgewiesen werden kann - und das ist noch viel schlimmer: gar nicht beachtet wird.

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