Monthly Archive for Dezember, 2008

Und wo sind da jetzt die Inhalte ?!

Aus persönlichem Interesse für die Lokaljugendpolitik in Hamm besuche ich natürlich auch in gewissen Abständen die Portale der etablierten Jung-”Politikern”.

In diesem Fall suchte ich anlässlich des nächsten Jahres – dem Wahljahr schlecht hin – die aktuellen Positionen unserer Möchtegern-Politiker.

Erstaunlicher Weise haben scheinbar einige auf ihren Webauftritten vollkommen vergessen, welche Zielsetzung eine Jungendpartei für ihre Kommune und die darin lebenden Jugendlichen hat.

Wenn man die Internetseite der Jungen Union Hamm aufruft, (http://www.ju-hamm.de) könnte man zunächst annehmen, man sei auf der falschen Seite gelandet: in großen Buchstaben ist das Wort “SPD” zu lesen.

Anti-Werbung für die SPD - wer selbst keine politischen Statements setzen will, der geht einfach in die Opposition

Erst auf den zweiten Blick wird klar: Hier handelt es sich einzig und allein um eine provokant gemeinte Anschuldigung an die SPD, die falsche politische Richtung (ins besondere zu weit “links”) eingeschlagen zu haben.

Gut, dann weiß der Leser schon einmal worum es hier hauptsächlich geht: Wir mögen die SPD nicht – das überrascht natürlich ungemein. Ein Urteil über die Aussage selbst will ich hier nicht treffen, dies bedarf einer größeren Diskussion und keiner einseitigen Betrachtung.

Nun aber zurück zu dem was ich ursprünglich suchte: Inhalte. Aber wo?

Aus den aktuellen Beiträgen ist zu erkennen, dass die JU sich häufiger trifft, sich über aktuelle Themen Gedanken macht und sich sozial engagiert. So weit so gut – das ist natürlich lobenswert.

Wo sind aber nun die aktuellen Themen und die dazugehörigen politischen Statements? Was wollen die jungen Politiker für ihre Jugendlichen erreichen, was für die Stadt Hamm?

Fragen über Fragen – keine Antworten. Ich würde mir wünschen, dass Jungparteien Jugendlichen mehr Antworten geben, als Diffamierung von politischen Gegnern, Kritik an Namensformulierungen anderer Parteien oder  allgemeinen Grundsätzen ihrer Partei, die sie als “nicht langweilig” darstellen.

Was zählt sind konkrete Aussagen, auf die – in diesem Falle jugendliche – Wähler sich verlassen können. Jugendgerecht erklärte Politik, auf die lokalen Bedingungen zugeschnitten.

Ich würde mir wünschen, dass bis zu den Wahlen im nächsten Jahr sich da noch viel tut.

Ansonsten entscheiden viele Jugendliche wohl doch nur wieder aus reinem Bauchgefühl und einfach angesprochenen Emotionen heraus. Ob das gut für Entscheidungen ist, sollte jeder selbst entscheiden…

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